Werbeliner See
Citação de Uwe em 18. Março 2026, 10:14Werbeliner See
Wer eine Wanderung um den Werbeliner See plant, taucht in eine Welt ein, die den faszinierenden Wandel von der Industriebrache zum unberührten Naturparadies wie kaum ein anderer Ort in Sachsen verkörpert. Südlich von Delitzsch gelegen, ist dieser See das Herzstück eines weitläufigen Naturschutzgebiets im Leipziger Neuseenland. Eine Umrundung ist weit mehr als nur ein Spaziergang – es ist eine Reise durch eine Landschaft, die sich die Natur in Rekordzeit zurückgeholt hat.
Die Route: 15 Kilometer pures Naturerlebnis
Die klassische Umrundung des Werbeliner Sees hat eine Länge von etwa 14,5 bis 15 Kilometern. Da die Wege größtenteils flach und gut ausgebaut sind – oft sogar asphaltiert oder fein geschottert –, lässt sich die Strecke in einer reinen Gehzeit von etwa 3,5 bis 4 Stunden bewältigen. Wer jedoch die Stille genießen oder Vögel beobachten möchte, sollte deutlich mehr Zeit einplanen. Ein idealer Startpunkt ist der Parkplatz am Ostufer (nahe Kattersnaundorf). Von dort aus führt der Weg meist direkt am Ufer entlang oder bietet durch die erhöhte Lage auf den ehemaligen Dämmen spektakuläre Weitblicke über die 450 Hektar große Wasserfläche.
Ein Paradies für Entdecker und Beobachter
Was den Werbeliner See so besonders macht, ist sein Status als Totalreservat. Im Gegensatz zu den touristisch voll erschlossenen Nachbarseen wie dem Schladitzer See herrscht hier striktes Bade- und Wassersportverbot. Das Ergebnis ist eine himmlische Ruhe, die nur vom Ruf der Vögel unterbrochen wird. Über 220 Vogelarten wurden hier bereits gesichtet, darunter seltene Gäste wie das Blaukehlchen oder der Fischadler. Es empfiehlt sich daher unbedingt, ein Fernglas im Rucksack zu haben.
Ein Highlight für Geschichtsinteressierte findet sich im Westen des Sees: Das imposante Schaufelrad des Baggers SRs 6300. Mit einem Durchmesser von 17 Metern und einem Gewicht von 180 Tonnen thront es als technisches Denkmal in der Landschaft und erinnert an die Zeit des Tagebaus Delitzsch-Südwest. Wo heute das Wasser glitzert, fraßen sich einst gigantische Maschinen durch die Erde. Das Dorf Werbelin, das dem See seinen Namen gab, musste diesem Hunger nach Braunkohle weichen und verschwand 1991 von der Landkarte. Eine Gedenkstätte erinnert heute an den verlorenen Ort.
Wilde Weiden und sanfte Riesen
Ein weiteres Erlebnis wartet an den Ufern: Seit kurzem wird das Gebiet durch Beweidungsprojekte gepflegt. Mit etwas Glück trifft man auf friedlich grasende Konik-Pferde oder robuste Hochlandrinder, die als „natürliche Rasenmäher“ fungieren. Sie halten die Flächen offen und schaffen so Lebensraum für Insekten und Amphibien. Sogar der Wolf und der Biber sind in dieser „neuen Wildnis“ wieder heimisch geworden.
Tipps für Ihre Wanderung
Da der See in einem Naturschutzgebiet liegt, gibt es direkt am Ufer keine Gastronomie. Packen Sie sich daher ausreichend Verpflegung und Wasser ein. Die offene Landschaft bietet zudem wenig Schatten, was besonders an sonnigen Tagen wichtig ist. Wer die Runde erweitern möchte, kann den benachbarten Grabschützer See einbeziehen, der über einen informativen Naturlehrpfad verfügt.
Die Umrundung des Werbeliner Sees ist eine Wohltat für die Seele. Sie zeigt uns eindrucksvoll, dass aus den Wunden der Industrie eine neue, wilde Pracht entstehen kann, wenn man der Natur den nötigen Raum lässt.
Möchtest du, dass ich dir eine Liste mit den besten Vogelbeobachtungspunkten entlang der Strecke erstelle oder suchst du nach einer Anfahrtsbeschreibung mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Werbeliner See
Wer eine Wanderung um den Werbeliner See plant, taucht in eine Welt ein, die den faszinierenden Wandel von der Industriebrache zum unberührten Naturparadies wie kaum ein anderer Ort in Sachsen verkörpert. Südlich von Delitzsch gelegen, ist dieser See das Herzstück eines weitläufigen Naturschutzgebiets im Leipziger Neuseenland. Eine Umrundung ist weit mehr als nur ein Spaziergang – es ist eine Reise durch eine Landschaft, die sich die Natur in Rekordzeit zurückgeholt hat.
Die Route: 15 Kilometer pures Naturerlebnis
Die klassische Umrundung des Werbeliner Sees hat eine Länge von etwa 14,5 bis 15 Kilometern. Da die Wege größtenteils flach und gut ausgebaut sind – oft sogar asphaltiert oder fein geschottert –, lässt sich die Strecke in einer reinen Gehzeit von etwa 3,5 bis 4 Stunden bewältigen. Wer jedoch die Stille genießen oder Vögel beobachten möchte, sollte deutlich mehr Zeit einplanen. Ein idealer Startpunkt ist der Parkplatz am Ostufer (nahe Kattersnaundorf). Von dort aus führt der Weg meist direkt am Ufer entlang oder bietet durch die erhöhte Lage auf den ehemaligen Dämmen spektakuläre Weitblicke über die 450 Hektar große Wasserfläche.
Ein Paradies für Entdecker und Beobachter
Was den Werbeliner See so besonders macht, ist sein Status als Totalreservat. Im Gegensatz zu den touristisch voll erschlossenen Nachbarseen wie dem Schladitzer See herrscht hier striktes Bade- und Wassersportverbot. Das Ergebnis ist eine himmlische Ruhe, die nur vom Ruf der Vögel unterbrochen wird. Über 220 Vogelarten wurden hier bereits gesichtet, darunter seltene Gäste wie das Blaukehlchen oder der Fischadler. Es empfiehlt sich daher unbedingt, ein Fernglas im Rucksack zu haben.
Ein Highlight für Geschichtsinteressierte findet sich im Westen des Sees: Das imposante Schaufelrad des Baggers SRs 6300. Mit einem Durchmesser von 17 Metern und einem Gewicht von 180 Tonnen thront es als technisches Denkmal in der Landschaft und erinnert an die Zeit des Tagebaus Delitzsch-Südwest. Wo heute das Wasser glitzert, fraßen sich einst gigantische Maschinen durch die Erde. Das Dorf Werbelin, das dem See seinen Namen gab, musste diesem Hunger nach Braunkohle weichen und verschwand 1991 von der Landkarte. Eine Gedenkstätte erinnert heute an den verlorenen Ort.
Wilde Weiden und sanfte Riesen
Ein weiteres Erlebnis wartet an den Ufern: Seit kurzem wird das Gebiet durch Beweidungsprojekte gepflegt. Mit etwas Glück trifft man auf friedlich grasende Konik-Pferde oder robuste Hochlandrinder, die als „natürliche Rasenmäher“ fungieren. Sie halten die Flächen offen und schaffen so Lebensraum für Insekten und Amphibien. Sogar der Wolf und der Biber sind in dieser „neuen Wildnis“ wieder heimisch geworden.
Tipps für Ihre Wanderung
Da der See in einem Naturschutzgebiet liegt, gibt es direkt am Ufer keine Gastronomie. Packen Sie sich daher ausreichend Verpflegung und Wasser ein. Die offene Landschaft bietet zudem wenig Schatten, was besonders an sonnigen Tagen wichtig ist. Wer die Runde erweitern möchte, kann den benachbarten Grabschützer See einbeziehen, der über einen informativen Naturlehrpfad verfügt.
Die Umrundung des Werbeliner Sees ist eine Wohltat für die Seele. Sie zeigt uns eindrucksvoll, dass aus den Wunden der Industrie eine neue, wilde Pracht entstehen kann, wenn man der Natur den nötigen Raum lässt.
Möchtest du, dass ich dir eine Liste mit den besten Vogelbeobachtungspunkten entlang der Strecke erstelle oder suchst du nach einer Anfahrtsbeschreibung mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Citação de Uwe em 18. Março 2026, 10:16Ein Bericht von Regina "Start in die Wandersaison 2026"
Freitag, 06.03.2026
Nachdem der Winter in Berlin doch ungewöhnlich lang und kalt war, sind die ersten Märztage sehr frühlingshaft. Der Wind ist zwar noch kühl, aber wir genießen die Sonnenstrahlen.
Eigentlich hatten wir das Wochenende in Leipzig schon vom 20. bis 22. Februar geplant. Aber der Schnee war noch nicht weggetaut und am Sonntag des ursprünglich anvisierten Wochenendes regnete es den ganzen Tag.
Anders am Freitag, 6. März. Ich verbringe noch einen Tag im Büro, unter anderem, weil ich einen Praktikanten und eine online Sitzung beim Senat habe. Mit der U-Bahn geht’s zum Gesundbrunnen und ich steige in die S 25, wo Roland schon drinsitzt. Wir fahren nach Südkreuz, um dann weiter mit dem Zug nach Leipzig zu reisen. Dort empfängt uns Bianca ohne Hund. Die Dame vom Service begleitet uns zum Gepäckschließfach. Roland verstaut dort seinen Koffer. Dann geht's zu Bianca nach Hause, sie hat für uns Nudeln mit Tomatensoße gekocht. Sehr fein!
Sonnabend, 07.03.2026
Als wir um 8:30 Uhr das Haus verlassen, ist es noch recht kühl. Die Sonne ist aber schon da. Mit der Straßenbahn Linie 11 erreichen wir nach 15 Stationen „Rathausplatz Schkeuditz“ und nehmen von dort den Bus 217 Richtung Delitzsch. Nach weiteren 36 Minuten Fahrtzeit und 9 Haltestellen sind wir an der Zwochau Grundschule, dem Startpunkt unserer heutigen Tour, rund um den Werbeliner See.
Karl hat wieder für uns alles toll vorbereitet und so geht’s um 10:15 Uhr los. Wir folgen der Leipziger Straße in Fahrtrichtung. Wir laufen heute fast ausschließlich auf dem Seerundweg. Der See liegt zur rechten und manchmal hören wir die Wildgänse, vom See selbst leider nur wenig. Das Motto ist also: das Ziel ist der Weg. Gelegentlich sind die Flugzeuge des nahe gelegenen Flughafens zu hören. Im Flughafen Hotel selbst haben wir ja auch schon damals übernachtet, als wir von Leipzig nach Halle in zwei Tagesetappen gewandert sind.
Wir legen einige kleine Pausen ein, denn Biancas Hund mit seinem dicken Winterfell braucht natürlich ordentlich Wasser, wir dagegen recht wenig. Nach circa 15 Kilometern ist der See umrundet und wir spazieren zur Bushaltestelle, wo wir nach 4 Stunden 15, also um 14:30 Uhr ankommen. Wir hatten schon zwischendurch die Zeit im Blick, denn ich wollte den Bus um 14:53 Uhr bekommen. So konnten wir genau wieder die gleiche Verbindung auf dem Rückweg nehmen, wie wir auch angereist waren. Denn auch diese Verbindung gibt’s nur stündlich.
Was liegt eigentlich näher, das hatten wir uns bei dem herrlich sonnigen Wetter schon während der Wanderung überlegt, als ins Eiskaffee Florenz einzukehren.
Roland hatte für uns, als wir auf den Bus warteten, einen Tisch reserviert. Bianca entscheidet sich für einen Schwarzwald Bächer und Roland und ich für den Mozart Eisbecher.
Zurück geht’s dann nach Hause, wo wir mit einem Schluck Roséwein auf den gelungenen Start der Wandersaison 2026 an stoßen. Heute haben wir mit 17 Kilometern den Werbellinsee umrundet. Laut der Komoot Zusammenfassung, sie wird ja immer ohne Pausen erstellt, haben wir die Tour in 3 Stunden 37 zurückgelegt - wie oben schon geschrieben, mit Pausen, in 4 Stunden 15, was auch eine tolle Zeit ist.
Sonntag, 08.03.2026
Frauentag und dazu passendes Wetter gibt’s heute.
Noch etwas früher als gestern geht es los nämlich um 07:45 Uhr. Wir fahren mit der Straßenbahnlinie 11zum Hauptbahnhof. Auf dem S-Bahnsteig treffen wir Susann. Seit längerem wollte sie bei einer unserer Touren mit dabei sein. Weiter geht es mit der S5 in Richtung Altenburg nach Deutzen. Der Bahnsteig grenzt gleich an ein Stück Wiese, sodass wir schnell auf der geplanten Straße stehen. Um 09:00 Uhr starten wir die Runde um das Speicherbecken Borna. So wie Karl es beschrieben hat, führt die Tour in Fahrtrichtung. Erst folgen wir der Heuersdorfer Straße, die später August-Bebel-Straße heißt. Wir biegen nach rechts ab und zur Linken liegt das Flüsschen „Pleiße“, wo Enten zu hören sind. Nach 2,0 Kilometern liegt links hinter der Pleiße das riesengroße Gelände der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen (Der Beschreibung von Karl sei Dank, kann ich das als „Touristenführerin“ kundtun). Auch dass wir nun die Kreisstraße K7932 unterqueren, teile ich mit.
Als wir Häuser hören, müssen wir in der Siedlung Regis-Breitingen sein, auf der Deutzener Straße. Dann geht’s nach links in die Bornaer Straße, die über eine Brücke, den Bach quert, der Wasser in das Speicherbecken Borna leitet.
Nach fünf Kilometern wird es ruhiger. Zwar ist der Weg uneben, aber wir haben Wald zur linken und Feld zur rechten. Die Sonne begleitet uns auch heute wieder, auch wenn ein leichter kühler Wind weht. Wir freuen uns über das wirklich traumhafte Frühlingswetter. Vorbei am Surfclub Sachsen e.V. Bei 7,5 Kilometern liegt links vom Weg ein Gedenkstein an die im Rahmen des Braunkohlebergbaus abgebaggerten Orte Görnitz und Hartmannsdorf. Den bemerken wir nicht. Wenig später hören wir die Schnellstraße S50 und dann geht es auf einem schmalen Pfad steil abwärts bis wir nach rechts in die Friedensstraße und Wenige Meter später in die Hartmannsdorfer Straße abbiegen. Nach rechts in die Saarstraße und links wieder in die August-Bebel-Straße. Dann überqueren wir auf der Brücke die Pleiße, und haben den See somit komplett umrundet. Von dort haben wir noch wenige hundert Meter zum Bahnhof.
Nur an wenigen Punkten müssen wir heute den Weg suchen, so dass wir nach 3 Stunden 45 (inklusive aller Pausen) und 13 absolvierten Kilometern wieder auf dem S-Bahnsteig stehen. Ihn finden wir ganz gut, zwei ältere Damen stehen uns auf den letzten Metern zur Seite. Noch 15 Minuten bis zur Abfahrt unserer S-Bahn zum Hauptbahnhof. Auch gut so, denn die Bahnen fahren nur stündlich.
Da wir so zeitig dran sind, beschließe ich einen Zug früher zu nehmen. Auf dem Bahnsteig hören wir, dass ein um 30 Minuten verspäteter Zug zum Gesundbrunnen durchfährt. Perfekt, denn nur alle zwei Stunden gibt es diese Verbindung. So geht's für mich schnell zum Gleis elf.
Die anderen essen in einem Café eine Kleinigkeit und gehen dann zum Service. Roland lässt sich zu seinem digitalen Schließfach begleiten, entnimmt seinen Koffer und reißt wie geplant zu einem dienstlichen Treffen nach Würzburg. Ich finde die S-Bahn in Berlin-Gesundbrunnen, habe Glück auch in Tegel, wo ich heute wegen Bauarbeiten zum Bus umsteigen muss. Ein netter Herr begleitet mich. So bin ich schon 1,5 Stunden früher als geplant, nämlich um 16:15 Uhr zu Hause. So bleibt noch Zeit für das ausmisten der Meerschweinchen, Wäsche waschen, Reisebericht schreiben, Rucksack ein- und auspacken. Denn morgen Abend geht es nämlich zum Shalala-Das Mitsingding in der Uferfabrik. Ein Event, wo alle gemeinsam Lieder singen.
Ein wirklich tolles Wanderwochenende 2026 liegt mit zwei Seen und 30 Wander- Kilometern hinter uns - bei idealem Wetter!
VIELEN DANK AN REGINA FÜR DEN WUNDERVOLLEN BERICHT!
Ein Bericht von Regina "Start in die Wandersaison 2026"
Freitag, 06.03.2026
Nachdem der Winter in Berlin doch ungewöhnlich lang und kalt war, sind die ersten Märztage sehr frühlingshaft. Der Wind ist zwar noch kühl, aber wir genießen die Sonnenstrahlen.
Eigentlich hatten wir das Wochenende in Leipzig schon vom 20. bis 22. Februar geplant. Aber der Schnee war noch nicht weggetaut und am Sonntag des ursprünglich anvisierten Wochenendes regnete es den ganzen Tag.
Anders am Freitag, 6. März. Ich verbringe noch einen Tag im Büro, unter anderem, weil ich einen Praktikanten und eine online Sitzung beim Senat habe. Mit der U-Bahn geht’s zum Gesundbrunnen und ich steige in die S 25, wo Roland schon drinsitzt. Wir fahren nach Südkreuz, um dann weiter mit dem Zug nach Leipzig zu reisen. Dort empfängt uns Bianca ohne Hund. Die Dame vom Service begleitet uns zum Gepäckschließfach. Roland verstaut dort seinen Koffer. Dann geht's zu Bianca nach Hause, sie hat für uns Nudeln mit Tomatensoße gekocht. Sehr fein!
Sonnabend, 07.03.2026
Als wir um 8:30 Uhr das Haus verlassen, ist es noch recht kühl. Die Sonne ist aber schon da. Mit der Straßenbahn Linie 11 erreichen wir nach 15 Stationen „Rathausplatz Schkeuditz“ und nehmen von dort den Bus 217 Richtung Delitzsch. Nach weiteren 36 Minuten Fahrtzeit und 9 Haltestellen sind wir an der Zwochau Grundschule, dem Startpunkt unserer heutigen Tour, rund um den Werbeliner See.
Karl hat wieder für uns alles toll vorbereitet und so geht’s um 10:15 Uhr los. Wir folgen der Leipziger Straße in Fahrtrichtung. Wir laufen heute fast ausschließlich auf dem Seerundweg. Der See liegt zur rechten und manchmal hören wir die Wildgänse, vom See selbst leider nur wenig. Das Motto ist also: das Ziel ist der Weg. Gelegentlich sind die Flugzeuge des nahe gelegenen Flughafens zu hören. Im Flughafen Hotel selbst haben wir ja auch schon damals übernachtet, als wir von Leipzig nach Halle in zwei Tagesetappen gewandert sind.
Wir legen einige kleine Pausen ein, denn Biancas Hund mit seinem dicken Winterfell braucht natürlich ordentlich Wasser, wir dagegen recht wenig. Nach circa 15 Kilometern ist der See umrundet und wir spazieren zur Bushaltestelle, wo wir nach 4 Stunden 15, also um 14:30 Uhr ankommen. Wir hatten schon zwischendurch die Zeit im Blick, denn ich wollte den Bus um 14:53 Uhr bekommen. So konnten wir genau wieder die gleiche Verbindung auf dem Rückweg nehmen, wie wir auch angereist waren. Denn auch diese Verbindung gibt’s nur stündlich.
Was liegt eigentlich näher, das hatten wir uns bei dem herrlich sonnigen Wetter schon während der Wanderung überlegt, als ins Eiskaffee Florenz einzukehren.
Roland hatte für uns, als wir auf den Bus warteten, einen Tisch reserviert. Bianca entscheidet sich für einen Schwarzwald Bächer und Roland und ich für den Mozart Eisbecher.
Zurück geht’s dann nach Hause, wo wir mit einem Schluck Roséwein auf den gelungenen Start der Wandersaison 2026 an stoßen. Heute haben wir mit 17 Kilometern den Werbellinsee umrundet. Laut der Komoot Zusammenfassung, sie wird ja immer ohne Pausen erstellt, haben wir die Tour in 3 Stunden 37 zurückgelegt - wie oben schon geschrieben, mit Pausen, in 4 Stunden 15, was auch eine tolle Zeit ist.
Sonntag, 08.03.2026
Frauentag und dazu passendes Wetter gibt’s heute.
Noch etwas früher als gestern geht es los nämlich um 07:45 Uhr. Wir fahren mit der Straßenbahnlinie 11zum Hauptbahnhof. Auf dem S-Bahnsteig treffen wir Susann. Seit längerem wollte sie bei einer unserer Touren mit dabei sein. Weiter geht es mit der S5 in Richtung Altenburg nach Deutzen. Der Bahnsteig grenzt gleich an ein Stück Wiese, sodass wir schnell auf der geplanten Straße stehen. Um 09:00 Uhr starten wir die Runde um das Speicherbecken Borna. So wie Karl es beschrieben hat, führt die Tour in Fahrtrichtung. Erst folgen wir der Heuersdorfer Straße, die später August-Bebel-Straße heißt. Wir biegen nach rechts ab und zur Linken liegt das Flüsschen „Pleiße“, wo Enten zu hören sind. Nach 2,0 Kilometern liegt links hinter der Pleiße das riesengroße Gelände der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen (Der Beschreibung von Karl sei Dank, kann ich das als „Touristenführerin“ kundtun). Auch dass wir nun die Kreisstraße K7932 unterqueren, teile ich mit.
Als wir Häuser hören, müssen wir in der Siedlung Regis-Breitingen sein, auf der Deutzener Straße. Dann geht’s nach links in die Bornaer Straße, die über eine Brücke, den Bach quert, der Wasser in das Speicherbecken Borna leitet.
Nach fünf Kilometern wird es ruhiger. Zwar ist der Weg uneben, aber wir haben Wald zur linken und Feld zur rechten. Die Sonne begleitet uns auch heute wieder, auch wenn ein leichter kühler Wind weht. Wir freuen uns über das wirklich traumhafte Frühlingswetter. Vorbei am Surfclub Sachsen e.V. Bei 7,5 Kilometern liegt links vom Weg ein Gedenkstein an die im Rahmen des Braunkohlebergbaus abgebaggerten Orte Görnitz und Hartmannsdorf. Den bemerken wir nicht. Wenig später hören wir die Schnellstraße S50 und dann geht es auf einem schmalen Pfad steil abwärts bis wir nach rechts in die Friedensstraße und Wenige Meter später in die Hartmannsdorfer Straße abbiegen. Nach rechts in die Saarstraße und links wieder in die August-Bebel-Straße. Dann überqueren wir auf der Brücke die Pleiße, und haben den See somit komplett umrundet. Von dort haben wir noch wenige hundert Meter zum Bahnhof.
Nur an wenigen Punkten müssen wir heute den Weg suchen, so dass wir nach 3 Stunden 45 (inklusive aller Pausen) und 13 absolvierten Kilometern wieder auf dem S-Bahnsteig stehen. Ihn finden wir ganz gut, zwei ältere Damen stehen uns auf den letzten Metern zur Seite. Noch 15 Minuten bis zur Abfahrt unserer S-Bahn zum Hauptbahnhof. Auch gut so, denn die Bahnen fahren nur stündlich.
Da wir so zeitig dran sind, beschließe ich einen Zug früher zu nehmen. Auf dem Bahnsteig hören wir, dass ein um 30 Minuten verspäteter Zug zum Gesundbrunnen durchfährt. Perfekt, denn nur alle zwei Stunden gibt es diese Verbindung. So geht's für mich schnell zum Gleis elf.
Die anderen essen in einem Café eine Kleinigkeit und gehen dann zum Service. Roland lässt sich zu seinem digitalen Schließfach begleiten, entnimmt seinen Koffer und reißt wie geplant zu einem dienstlichen Treffen nach Würzburg. Ich finde die S-Bahn in Berlin-Gesundbrunnen, habe Glück auch in Tegel, wo ich heute wegen Bauarbeiten zum Bus umsteigen muss. Ein netter Herr begleitet mich. So bin ich schon 1,5 Stunden früher als geplant, nämlich um 16:15 Uhr zu Hause. So bleibt noch Zeit für das ausmisten der Meerschweinchen, Wäsche waschen, Reisebericht schreiben, Rucksack ein- und auspacken. Denn morgen Abend geht es nämlich zum Shalala-Das Mitsingding in der Uferfabrik. Ein Event, wo alle gemeinsam Lieder singen.
Ein wirklich tolles Wanderwochenende 2026 liegt mit zwei Seen und 30 Wander- Kilometern hinter uns - bei idealem Wetter!
VIELEN DANK AN REGINA FÜR DEN WUNDERVOLLEN BERICHT!
